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Liebe Pfarrangehörige, liebe Gäste,
kaum ist der Sommer so richtig da, werden die Tage schon wieder kürzer, kaum zu glauben. So werden wir an die Vergänglichkeit und Flüchtigkeit unserer Tage erinnert, wie der Psalmist betet: "Unsere Tage zu zählen, lehre uns, dann gewinnen wir ein weises Herz." (Ps 90). Aber zugleich sind wir eingeladen, uns von Herzen an allem zu freuen, was Gott uns gibt: an der Schönheit seiner Schöpfung, an der Gemeinschaft mit lieben Menschen, an frohen, unbeschwerten Stunden und an so viel anderem mehr.
Zur Zeit der Sommersonnenwende feiert die Kirche das Fest der Geburt des heiligen Johannes des Täufers. Mit der "Johannisnacht" haben sich früher manche Bräuche und Vorstellungen verbunden. "Er muss wachsen, ich aber abnehmen", hat Johannes von Christus gesagt, ein Wort, das man gerne auch auf die wachsenden und abnehmenden Tage und Nächte bezogen hat. Es ist schön, wie Glaube und Leben, Liturgie und natürlicher Jahreskreis zusammengehen und so viel Botschaft für uns bereithalten. Johannes steht an der Schwelle zum Neuen Bund und ist Wegweiser zu Christus hin. Heute ist uns die Aufgabe anvertraut, Menschen zu Christus und zu seinem Evangelium hinzuführen und ihnen so zu helfen, ihr Leben in seinem tiefsten Grund und Sinn festzumachen. Möge uns das immer wieder gelingen!
Der Hohe Frauentag, der 15. August, wird uns zum Festgottesdienst in Kaltenbrunn mit der Weihe des neuen Hauptaltares durch unseren Bischof versammeln. Alle sind herzlich eingeladen, teilzunehmen und heute schon sage ich ein großes Vergelts Gott allen, die schon so lange am Gelingen des Werkes und an der Feier dieser festlichen Tage mitwirken!
Dass die Kräuterbüschel von Mariae Himmelfahrt Euch an die Schönheit und Vielfalt der Schöpfung und an den Duft der Gemeinschaft mit Gott erinnern,
wünscht von Herzen Eurer Pfarrer
Michael Wilhelm
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